Der Engpass ist nicht das Produkt, sondern die Auffindbarkeit
Sie haben eine Servoreihe mit konkurrenzfaehigem Drehmoment-Traegheitsverhaeltnis. Sie haben Planetengetriebe mit Verdrehspiel unter 3 Bogenminuten. Sie haben Lieferzeiten, von denen Bonfiglioli und SEW im Mittelstandssegment nur traeumen. Trotzdem kommen aus Norditalien, Lyon oder Posen kaum Anfragen.
Der Grund ist banal: Wenn ein italienischer Maschinenbauer in Brescia ein Planetengetriebe für eine Verpackungsmaschine sucht, tippt er 'riduttore planetario 100 Nm gioco ridotto' bei Google. Ihre deutsche Produktseite mit dem Titel 'Planetengetriebe Baureihe PG-100' rankt in dieser Suche nirgendwo. Auch nicht die englische Variante. Sie existieren in seinem Entscheidungsprozess schlicht nicht.
Das gleiche gilt für franzoesische Konstrukteure (moteur brushless servo), polnische Einkaeufer (silnik serwo BLDC) und spanische OEMs (servomotor sin escobillas). Die Sprache der Spezifikation ist nicht uebersetzbar mit einer Flagge im Header.
Was OEM-Direkt im Ausland wirklich braucht
Internationale Sichtbarkeit in der Antriebstechnik bedeutet nicht 'Webseite übersetzen'. Es bedeutet, für jede Zielsprache eine eigene Inhaltsarchitektur aufzubauen, die der Logik des Konstrukteurs folgt:
- Baureihen-Landingpages je Sprache mit Drehmoment-, Drehzahl-, Schutzart- und Bauformtabellen, die indexierbar sind (nicht hinter Konfiguratoren versteckt)
- Anwendungs-Landingpages nach Branche: Verpackung, Robotik, Werkzeugmaschine, Foerdertechnik, Halbleiter-Handling
- Technische Vergleichsseiten: Planetengetriebe vs. Zykloidgetriebe, Servomotor vs. Schrittmotor mit Encoder, Direktantrieb vs. Riementrieb
- CAD-Download-Funnel als Lead-Magnet - Konstrukteure ziehen STEP- und IGES-Dateien, das ist Ihre realste Anfrage-Quelle
- Konformitaets-Inhalte zu CE, UL, EAC, GB/T - je nach Zielmarkt, weil Einkauf und Konstruktion danach filtern
Ein Vorgehen, das wir bei einem Hersteller von kundenspezifischen Servoantrieben in Suedwestfalen umgesetzt haben: 18 Monate, drei Sprachen, 73 lokalisierte Landingpages, davon 41 produktbezogen und 32 anwendungsbezogen. Ergebnis nach 14 Monaten: 22 qualifizierte OEM-Anfragen pro Monat aus IT/FR/PL, davon 4-6 mit Projektvolumen über 50.000 EUR.
Wettbewerb in Italien, Frankreich, Polen - das Spielfeld
Sie konkurrieren in jedem Markt mit unterschiedlichen Gegnern. In Italien sitzen Bonfiglioli, Rossi, Motovario, Varvel im eigenen Heimspiel. In Frankreich dominieren Leroy-Somer (Nidec) und Sew-Usocome. In Polen sind die Konzerne weniger praesent, dafuer kaempfen Sie gegen guenstige asiatische Anbieter und lokale Distributoren.
Das gute daran: keiner dieser Wettbewerber gewinnt auf der Spezifikationsebene. Ihre Webseiten ranken auf Marken- und Kategoriebegriffen. Die konkreten technischen Anfragen - 'planetary gearbox food grade IP69K', 'servomotore 24V con freno', 'silnik z hamulcem 1.5kW' - sind in fast jedem EU-Markt unterversorgt. Das ist Ihr Einstieg.
Markt-Realität 2026: Italien ist nach Deutschland der zweitgroesste Antriebstechnik-Markt Europas. Über 60 Prozent der italienischen Maschinenbauer kaufen Antriebskomponenten direkt beim Hersteller, nicht über Handel - wenn sie ihn finden. Frankreich kauft konservativer, Polen wachstumsstark mit hohem Preisdruck.
Drei Märkte in 12 Monaten - so sieht der Fahrplan aus
Wir gehen nicht alles auf einmal an. Reihenfolge entscheidet, weil Inhaltsproduktion und Fachübersetzung Kapazität kostet:
- Monat 1-2: Keyword- und Wettbewerbsanalyse je Zielmarkt. Identifikation der Top-30 Suchphrasen pro Baureihe und pro Anwendung. Hreflang-Architektur und URL-Struktur.
- Monat 3-5: Erstmarkt (meist Italien wegen Marktgroesse). Aufbau von 20-25 Landingpages, technische Übersetzung durch muttersprachliche Maschinenbau-Lektoren, technische SEO, Verlinkung mit Stammbaureihen.
- Monat 6-8: Zweitmarkt (meist Frankreich). Parallel laufende Optimierung Italien anhand erster Anfrage-Daten und Search-Console-Signale.
- Monat 9-12: Drittmarkt (Polen oder Spanien). Anwendungs-Content-Cluster ausbauen, Backlink-Aufbau über Fachmedien und Branchenverzeichnisse je Markt.
Im Paket Wachstum (4.500 EUR/Monat) ist das ein realistischer Korridor. Bei breitem Produktportfolio - etwa wenn Sie sowohl Servomotoren, Planetengetriebe als auch Linearantriebe führen - macht Skalierung (7.500 EUR/Monat) Sinn, weil mehr Inhaltsvolumen schneller produziert werden muss.
Was Sie liefern müssen - und was ich übernehme
Ehrliche Aufteilung: Internationaler Aufbau scheitert selten an SEO-Technik, sondern an fehlendem Zugriff auf Fachwissen. Damit das nicht passiert, brauche ich von Ihnen:
- Zugang zu einem technischen Ansprechpartner (Produktmanager, Anwendungsingenieur) für 1-2 Stunden pro Woche
- Aktuelle Datenblaetter, Masszeichnungen, CAD-Modelle
- Liste der zehn typischsten Anwendungen Ihrer Kunden in DACH - daraus leiten wir die Anwendungs-Landingpages ab
- Freigabe-Prozess für technische Texte (idealerweise 48-72h Durchlaufzeit)
Ich übernehme: Keyword-Recherche pro Sprache, Inhaltsarchitektur, Briefing der Fachübersetzer, technisches SEO, Hreflang, interne Verlinkung, Backlink-Strategie, monatliches Reporting auf Anfrage-Ebene (nicht auf Ranking-Ebene - Rankings ohne Anfragen sind in der Antriebstechnik wertlos).
FAQ
Wie viele OEM-Anfragen pro Monat sind aus Italien, Frankreich oder Polen realistisch?
Bei einem mittelstaendischen Hersteller von Planetengetrieben mit klar definierten Baureihen rechnen wir nach 9-12 Monaten mit 6-15 qualifizierten Anfragen pro Monat je Zielmarkt. Voraussetzung: lokalisierte Landingpages pro Baureihe (z.B. riduttori epicicloidali, reductores planetarios), korrekte Drehmoment- und Untersetzungstabellen sowie ein CAD-Download-Funnel. Aus Erfahrung bei einem Servomotoren-Hersteller in Suedwestfalen kamen die ersten echten OEM-Leads aus Norditalien nach 4 Monaten.
Reicht eine englische Version oder muss ich wirklich auf Italienisch, Franzoesisch, Spanisch und Polnisch?
Englisch oeffnet Ihnen Skandinavien und die Niederlande. Für Italien (drittgroesster Maschinenbaumarkt Europas), Frankreich und Polen ist Englisch zu wenig: Einkaeufer bei Konstruktionsdienstleistern und OEMs suchen in Landessprache. Konkret: 'servomotore brushless 400V' hat in Italien zehnmal mehr Suchvolumen als die englische Variante. Wer hier nur Englisch anbietet, taucht in der Auswahlphase nicht auf.
Wie gehe ich mit lokalem Wettbewerb wie Bonfiglioli, SEW oder Leroy-Somer um?
Sie schlagen die Grossen nicht auf generischen Keywords wie 'getriebemotor'. Sie schlagen sie auf der Spezifikationsebene: konkrete Drehmoment-/Drehzahl-Kombinationen, Schutzarten, Lebensmittelzulassungen, Reinraumtauglichkeit, ATEX-Versionen. Diese Long-Tail-Anfragen sind genau die, an denen die Konzern-Webseiten scheitern, weil deren Produktkonfiguratoren nicht indexierbar sind.
Was kostet eine Expansion in drei DACH-Nachbarmaerkte realistisch?
Für drei Sprachen (z.B. IT, FR, PL) mit jeweils 15-25 Landingpages auf Produktreihen- und Anwendungsebene liegen Sie im Paket Wachstum (4.500 EUR/Monat) über 12 Monate. Skalierung (7.500 EUR/Monat) macht Sinn, wenn Sie parallel Iberien oder UK angehen oder wenn Ihre Baureihen-Breite (z.B. 12 Servoreihen, 8 Getriebereihen) ein groesseres Inhaltsvolumen erzwingt.
Wer schreibt die technischen Inhalte auf Italienisch oder Polnisch?
Ich arbeite mit muttersprachlichen Fachuebersetzern aus dem Maschinenbau-Umfeld zusammen, die Begriffe wie 'coppia nominale', 'gioco angolare' oder 'moment obrotowy znamionowy' nicht nur korrekt übersetzen, sondern auch wissen, wie Konstrukteure in dem jeweiligen Markt nach diesen Komponenten suchen. Reine Lokalisierung per DeepL produziert Texte, die zwar lesbar sind, aber an den realen Suchphrasen vorbeigehen.