Projektgeschaefte werden nicht über "Anlagenbau Hersteller" gewonnen. Sie werden gewonnen, wenn ein Projektingenieur, ein EPC-Lead oder ein Asset-Owner nach einem spezifischen Verfahrensschritt, einer Spezifikation oder einer FEED-Frage sucht und Sie die einzige Quelle sind, die praezise antwortet.
Wer eine Verfahrensanlage, einen Reaktor oder eine schluesselfertige Linie verkauft, hat keine 50.000 Sucher pro Monat. Der relevante Markt sind dreistellige bis niedrige vierstellige Sucher: Projektingenieure beim EPC-Contractor, FEED-Berater, Asset-Owner-Engineering, Inbetriebnahmeleiter, Instandhaltungsleiter und Einkaeufer mit technischer Spezifikationsverantwortung.
Klassische Agenturen bieten dieser Branche dasselbe Programm wie einem Webshop: Keyword-Liste aus dem Tool, Title-Tags, ein paar Blogartikel im Stil "Die 5 Trends im Anlagenbau 2026". Das Ergebnis ist vorhersehbar: Traffic ohne Projekte, Rankings auf Begriffen, die kein Entscheider sucht, und ein Vertrieb, der weiter über Messen und Bestandskontakte arbeitet.
Der Grund ist strukturell. Im Anlagenbau wird nicht produktorientiert gesucht, sondern problem- und phasenorientiert: nach einer konkreten Verfahrensfrage, einem ATEX-Zonen-Konflikt, einer Genehmigungsanforderung nach BImSchG, einem Materialwechsel im Druckbehaelter, einem Retrofit-Szenario. Wer diese Suchsprache nicht beherrscht, rankt nicht.
Drei Rollen entscheiden im Anlagengeschaeft, und jede sucht anders.
Diese Suchen tauchen in keinem Standard-Keyword-Tool sinnvoll auf, weil das Suchvolumen unter der Anzeige-Schwelle liegt. Sie sind aber kaufkritisch: Wer hier rankt, ist im Lastenheft.
Statt zehn generische Blogartikel pro Quartal zu produzieren, baue ich mit Anlagenbauern ein Wissensportal: eine strukturierte Sammlung technischer Inhalte, die entlang der Projektphasen FEED, Basic, Detail, Erection, Commissioning und Operation gegliedert ist.
Jeder Beitrag beantwortet eine einzelne, eng umrissene Frage einer der oben genannten Rollen. Er ist kein Marketing-Text, sondern Engineering-Dokumentation, die ein Fachfremder nicht schreiben kann. Genau das ist das Asset.
Diese Methode ist langsamer als Linkkauf und teurer als generische Texterei. Sie ist die einzige, die im Anlagenbau funktioniert.
Folgende Cluster funktionieren in der Praxis für Anlagenbauer und EPC-Contractors im DACH-Raum.
In Summe sind das 80 bis 150 Seiten über 12 bis 18 Monate. Das klingt viel, ist aber genau die Tiefe, die ein Wissensportal von einer Marketing-Site unterscheidet.
Drei strukturelle Unterschiede zu klassischem B2B-SEO sollten Sie verstehen, bevor Sie ein Budget freigeben.
Erstens: Konversionspfade sind lang. Zwischen erstem organischen Kontakt und Auftragseingang vergehen oft 9 bis 24 Monate. SEO im Anlagenbau messen Sie nicht in Leads pro Woche, sondern in qualifizierten RFQ-Eingaengen pro Quartal und in "war Ihr Beitrag im Lastenheft erwaehnt"-Antworten im Vertriebsgespraech.
Sehen Sie sich dazu auch den Beitrag zur Lead-Generierung ohne Kaltakquise an.
Zweitens: Autoren müssen Ingenieure sein. Ein freier Texter kann keinen Beitrag zu "Druckstossberechnung in Loeschwasserleitungen" schreiben. Wir arbeiten mit Ihren Projektingenieuren in strukturierten Schreibsessions: 45 Minuten Interview, ich schreibe den Rohtext, der Ingenieur korrigiert fachlich. So entsteht Inhalt, der bei Google rankt und in der Fachcommunity zitiert wird.
Drittens: Vertraulichkeit ist hart. Viele Projekte unterliegen NDAs. Inhalte müssen anonymisiert oder generisch sein, ohne unscharf zu werden. Das ist Handwerk und erfordert eine Redaktion, die Engineering versteht.
Drei Einstiege, je nach Reifegrad Ihrer Online-Praesenz und Ihrem Projektvolumen.
Vor jeder Zusammenarbeit steht ein Erstgespräch für 200 EUR: 60 Minuten, in denen ich Ihr Geschäftsmodell, Ihre Zielprojekte und drei realistische Themencluster konkret durchgehe. Wenn ich der falsche Partner bin, sage ich das im Gespräch.
Aus eigener Mandatsarbeit weiß ich, wie technische Nischen funktionieren: docunite (DMS-SaaS für regulierte Branchen), Kunststoff-Profi (B2B-Commerce für Kunststoff-Halbzeuge) und 3D-Etiketten (Werbetechnik). Keiner dieser Mandanten ist Anlagenbau im engeren Sinne, aber alle drei teilen die Logik: technische Suchsprache, lange Konversionspfade, Entscheidung im Team.
Direkte Anschluesse: SEO für Maschinenbau als Schwesterbranche mit hoher Methodennaehe, und der Compliance- und RegTech-Hub für Anlagenbauer mit ATEX-, BImSchG- oder StoerfallV-Schwerpunkt.
Wer im Anlagenbau eine Marketingagentur sucht, die "auch Industrie kann", bekommt austauschbare Inhalte. Wer eine Beratung sucht, die mit Ihren Projektingenieuren auf Augenhoehe redet, hat eine kleinere Auswahl.