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Pipeline-Aufbau jenseits der Paris Air Show

Neukunden gewinnen ohne Messe - für Aerospace-Zulieferer wenn die Paris Air Show 80 Prozent Ihrer Pipeline tragen muss

Wer AS9100 und NADCAP-Akkreditierungen hat, kann mehr als zwei Messen im Jahr abwarten. Wir bauen für Tier-1- und Tier-2-Zulieferer einen digitalen Kanal auf, über den Commodity-Buyer von Airbus, Boeing, Safran und MTU Sie zwischen den Messen finden.

Warum die Messe-Abhängigkeit in der Luftfahrt-Zulieferkette gefaehrlich wird

Paris Air Show, Farnborough, AIX in Hamburg, plus die hauseigenen Supplier Days von Airbus und Boeing - das ist für viele Tier-1- und Tier-2-Zulieferer der komplette Akquise-Kalender. Funktioniert, solange Programme stabil laufen und Buyer-Roundtables die Pipeline auffuellen. Bricht ein, wenn 2020 passiert. Oder wenn Boeing 737 MAX-Raten gekuerzt werden. Oder wenn Spirit AeroSystems wackelt und ploetzlich alle Tier-1 nach einem Second Source suchen - aber Ihre Vertriebsmannschaft erst im Juni 2026 wieder am Stand steht.

Die Realität hinter dem Standgespraech: Eine durchschnittliche Le-Bourget-Teilnahme kostet einen mittelstaendischen Zerspaner heute 80.000 bis 180.000 Euro. Hinzu kommen drei bis vier Mitarbeiter für eine Woche, die in dieser Zeit nicht im Werk sind. Pro qualifiziertem Kontakt landen Sie damit oft bei 800 bis 1.500 Euro - vor dem ersten RFQ. Und dann liegt das Gespräch sechs bis neun Monate zurück, bis die Source Selection startet.

Was während dieser Monate passiert: Ein Commodity-Buyer bei Airbus Helicopters sucht abends um 22 Uhr nach "NADCAP Heat Treatment Titanium Tier 2 Germany". Findet sieben Webseiten, die das Stichwort halbherzig erwaehnen. Ruft am nächsten Morgen die drei Lieferanten an, die ihre Akkreditierungen, Werkstoffspektrum und Capacity glasklar dokumentieren. Sie waren in dieser Auswahl nicht dabei - obwohl Sie das Verfahren beherrschen.

Was Airbus-, Boeing- und Safran-Buyer zwischen den Messen wirklich googeln

Wir analysieren seit Jahren die Suchnachfrage von OEM- und Tier-1-Einkaeufern in DACH, Frankreich und UK. Drei Muster wiederholen sich:

  • Special Process Suche - "NADCAP chemical processing supplier Europe", "NDT Level 3 aerospace Germany", "shot peening AS9100 Bayern". Hier suchen Supplier-Development-Manager nach Akkreditierungen, nicht nach Marketing-Sprache.
  • Werkstoff- und Verfahrens-Long-Tails - "5 Achs Frasen Inconel 718 kleinserie", "Titan Grade 5 Zerspanung Luftfahrt", "CFK Layup Prototyp Aerospace". Buyer und Konstrukteure recherchieren technische Machbarkeit, oft mit konkreten Werkstoff- und Toleranzangaben.
  • Resilience- und Second-Source-Suche - "alternative supplier Spirit AeroSystems", "second source landing gear bracket", "dual sourcing aerospace Europe". Diese Suchen haben sich seit 2022 vervielfacht und sind klare Kaufsignale.

Auf keine dieser Suchen reagiert eine klassische Zulieferer-Webseite mit "Über uns - Tradition seit 1962" und drei Produktkategorien. Wer hier sichtbar werden will, braucht Themenseiten, die Werkstoff, Verfahren, Toleranzklasse, Pruefmittel und Akkreditierung in einer Sprache verbinden, die ein QA-Manager genauso versteht wie ein Commodity-Buyer.

Praxisbeispiel: Ein deutscher NADCAP-Heat-Treater hat nach 7 Monaten Themen-Aufbau monatlich 11 bis 14 qualifizierte Anfragen aus dem Tier-1-Umfeld - ohne in dieser Zeit eine einzige Messe besucht zu haben. Drei Anfragen kamen direkt von Supplier-Development-Teams bekannter OEM-Programme.

Wie ein Themenportfolio aufgebaut wird, das AS9100-Buyer ernst nimmt

Die Architektur ist immer dreischichtig:

  1. Akkreditierungs-Schicht - AS9100D-Scope, NADCAP-Codes (AC7108, AC7114, AC7117 usw.), Boeing- und Airbus-Approvals, Special-Process-Spezifikationen wie AMS2750 oder Nadcap MedAcc. Diese Seiten sind die Eintrittskarte. Ohne sie filtert Sie kein Tier-1-Lieferantenmanagement.
  2. Verfahrens- und Werkstoff-Schicht - eine Seite pro Kombination, die für Sie umsatzrelevant ist: 5-Achs-Zerspanung Titan Grade 5, Vakuum-Waermebehandlung Inconel 718, FPI Level 3 Aluminium-Strukturbauteile. Jede Seite mit Toleranzbeispielen, Bauteilgroessen, Pruefumfaengen.
  3. Programm- und Anwendungs-Schicht - Strukturbauteile, Triebwerkskomponenten, Fahrwerk, Kabinen-Hardware. Hier sprechen Sie die Sprache des OEM-Programms, ohne NDA-Inhalte preiszugeben.

Verlinkt wird streng hierarchisch: Akkreditierung verlinkt auf Verfahren, Verfahren verlinkt auf Anwendung, Anwendung verlinkt zurück auf Akkreditierung. Ein Buyer, der bei Akkreditierung einsteigt, soll innerhalb von drei Klicks beim konkreten Bauteiltyp landen - und umgekehrt.

Was das in der Pipeline auf 12 bis 18 Monate veraendert

Realistische Erwartung für einen Tier-2-Zulieferer mit 80 bis 250 Mitarbeitern, klarem Verfahrens- und Akkreditierungs-Profil:

  • Monate 1 bis 3: Aufbau der Akkreditierungs- und Verfahrens-Schicht. Erste Sichtbarkeit für technische Long-Tails. 1 bis 3 Anfragen pro Monat, ueberwiegend kleinere Tier-3-Themen.
  • Monate 4 bis 9: Anwendungs-Schicht greift. Anfragen von Tier-1-Supplier-Development und MRO-Betrieben kommen rein. 5 bis 12 qualifizierte Anfragen pro Monat. Erste Werksbesuche durch OEM-Buyer.
  • Monate 10 bis 18: Position im Markt verfestigt. 10 bis 20 qualifizierte Anfragen pro Monat. Erste RFQs aus laufenden Source-Selection-Prozessen. Erste Eintrittstickets in AVLs ohne klassischen Messekontakt.

Die Pipeline ist damit nicht messefrei - sie ist messeunabhaengig. Sie koennen weiterhin nach Le Bourget oder Farnborough fahren, aber nicht mehr, weil Sie müssen. Das veraendert auch die Verhandlungsposition: Wer 18 qualifizierte Anfragen im Monat hat, sagt zu margenschwachen Programmen ploetzlich Nein.

Was wir konkret machen - und was nicht

Solo-Beratung durch Barnd Duong. Das heißt: keine Praktikanten, keine Junior-Texter, die Inconel mit Inox verwechseln. Ich arbeite direkt mit Ihrem QA-Manager, Ihrem Vertriebsleiter und Ihrem technischen Büro zusammen. Texte gehen vor Veroeffentlichung durch Ihre Vertragsabteilung, wenn NDA-Themen beruehrt sind.

Was im Wachstums-Paket (4.500 EUR/Monat) drin ist:

  • Aufbau und Pflege von 4 bis 6 neuen Themenseiten pro Monat in Akkreditierungs-, Verfahrens- und Anwendungs-Schicht
  • Technische Optimierung der Webseite, sodass OEM-Buyer-Recherchen Sie tatsaechlich finden
  • Monatliches Reporting mit Anfragen-Tracking nach Cluster (Programmgeschaeft vs. MRO vs. Special Process)
  • Begleitung Ihres Vertriebs bei der Qualifikation eingehender Anfragen

Was nicht drin ist: Generische Blog-Artikel über "Die Zukunft der Luftfahrt", LinkedIn-Posts mit Stockfotos, Google-Ads-Kampagnen auf Marken-Keywords. Wer das will, ist bei einer Generalisten-Agentur besser aufgehoben.

Einstieg: Erstgespräch 200 EUR (90 Minuten, dokumentierte Empfehlung). Danach Starter (2.500 EUR/Monat) für fokussierten Verfahrens-Cluster, Wachstum (4.500 EUR/Monat) für volles Themenportfolio, Skalierung (7.500 EUR/Monat) bei mehreren Standorten oder paralleler internationaler Ausrichtung.

FAQ

Wie viele qualifizierte RFQs pro Monat sind für einen Tier-2-Zulieferer realistisch?
Bei einem fokussierten Werkstoff- oder Verfahrensportfolio (zum Beispiel Titan-Zerspanung, Composite-Layup, Special Process nach NADCAP) sehen wir nach 6 bis 9 Monaten typischerweise 8 bis 18 qualifizierte Anfragen pro Monat aus der DACH-Region und angrenzendem Frankreich/UK. Die Schwankung kommt durch die Programm-Zyklen von Airbus und Boeing. Tier-1-Zulieferer mit Baugruppenkompetenz erreichen oft hoehere Volumina, brauchen aber laengere Vorlaufzeiten, weil Source-Selection-Prozesse 9 bis 18 Monate dauern.
Wir liefern unter NDA an Airbus und Safran - duerfen wir das ueberhaupt öffentlich zeigen?
Den konkreten Bauteilnamen, die Programmkennung oder die Stückzahl natuerlich nicht. Was Sie zeigen duerfen: zertifizierte Verfahren (HT, NDT, Surface Treatment), Werkstoffspektrum, Toleranzklassen, Pruefmittel, AS9100-Scope, NADCAP-Akkreditierungen. Damit findet Sie ein Commodity-Buyer bei Airbus, der nach einem Second Source für Titan-Frasteile sucht - ohne dass Sie eine Zeile vertraulicher Information preisgeben. Die Texte stimmen wir vor Veroeffentlichung mit Ihrer Vertragsabteilung ab.
Was bringt das, wenn Source Selection bei Tier-1-OEMs ohnehin über Approved Vendor Lists laeuft?
AVL-Listen werden heute aktiv von Commodity-Buyern und Supplier-Development-Managern gepflegt. Diese Rollen recherchieren Second Sources und Resilience-Lieferanten über Google, LinkedIn und Branchenportale - gerade nach den Lieferketten-Schocks 2020 bis 2024. Sie wollen vor dem RFQ wissen: Hat der Lieferant die Kapazität, die Zertifizierungen, das passende Verfahren? Genau diese Vorqualifikation findet auf Ihrer Webseite statt. Wer dort sichtbar ist, kommt in den Long List - der Rest des Prozesses laeuft wie gewohnt.
Wie unterscheiden Sie zwischen Anfragen von echten OEM-Buyern und MRO/Aftermarket?
Über die thematische Architektur. Wir trennen Programmgeschaeft (New Make, Series Production) und MRO/Aftermarket sauber in eigenen Themen-Clustern, weil die Buyer-Persona, der Kaufprozess und die Margen unterschiedlich sind. Im CRM kennzeichnen wir Leads anhand der Einstiegsseite und der Formularfelder (Part Type, Programm, Volumen). So sehen Sie pro Monat, welcher Cluster welche Pipeline produziert - und koennen Budget bewusst auf Programmgeschaeft oder Ersatzteilmarkt steuern.
Was passiert, wenn ein Programm wie A320 oder 737 in eine Ratenkuerzung geht?
Die Suchnachfrage nach Second Sources und Alternative Suppliers steigt in solchen Phasen typischerweise, weil OEMs ihre Lieferketten umbauen. Wir bauen das Themenportfolio so breit auf, dass Sie nicht von einem Programm abhängen: Werkstoff-Cluster (Titan, Inconel, CFK), Verfahrens-Cluster (5-Achs, EDM, Heat Treat) und Kompetenz-Cluster (Special Process, Assembly). Faellt ein Programm weg, tragen die anderen Cluster. Das ist die gleiche Diversifikations-Logik wie bei Ihrem Maschinenpark - nur auf der digitalen Seite.

Sprechen Sie mit Barnd Duong über Ihre Aerospace-Pipeline - in 30 Minuten klaeren wir, welche RFQ-Volumina jenseits der Paris Air Show für Ihr Werk realistisch sind.

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